Stedinger Archiv
Stedinger Archiv Orts-, Vereins- und Familienarchiv

Archivgut Einzelstück

Herzliche Bitte

um Hilfe für die katholische Seelsorgstation Berne/Wesermarsch

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Angaben

Datierung
01.12.1951
Herkunft
Ebay
Zustand
Sehr guter Zustand
Erschließungsebene
Einzelstück
Art des Archivguts
Brief
Sprache
Deutsch
Überlieferungsform
Physisch und digitalisiert
Erhaltungszustand
Sehr gut

Texte aus Bild und Dokument

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Lieber Kartellbruder! Hilf enem alten KVer M.B.u.H. Scholz, Erzpriester -Franko-Silesia-Unitas- Herzliche Bitte um Hilfe für die katholische Seelsorgstation Berne/Wesermarsch Lieber Leser! BERNE ist der alte Hauptort des kleinen Landes Stedingen vor den Toren Bremens. Im 13. Jahr- hundert tobte hier der Kampf der Stedinger um ihre Selbständigkeit, in dessen Verlauf sich diese trotzigen Bauern die ganze Nachbarschaft zu Feinden machten. Ein Heer von Kreuzfahrern ver- nichtete schließlich in blutigen Kämpfen das Stedinger Bauernheer. Zum Gedächtnis der Toten erbaute man nach Beendigung des Kampfes in Berne um 1236 eine große, schöne Kirche, die heute noch steht und mit ihrer hohen kupfergedeckten Turmspitze weithin das flache Land an der Weser überschaut. In der Reformation folgten die Einwohner Stedingens dem Beispiel Bremens und trennten sich von der alten Kirche. Das ewige Licht in der Kreuzfahrerkirhe zu Berne erlosch. Erst 1946 wurde zum ersten Male seit der Reformation in der alten Kirche das heilige Meßofer gefeiert. Katholische Ostvertriebene ~ 600 Seelen ~ waren in die Gemeinde Berne gekommen. Sie wohnen dort verstreut über das weitgedehnte 8500 Hektar umfassende Gebiet der Gemeinde Berne unter 7400 Andersgläubigen. Nur in den frühen Stunden des Sonntags dürfen sie die Berner Kirche benutzen, die sonst von der recht großen evangelischen Gemeinde Berne beansprucht werden muß. Weite Wege und sehr schlechtes Wetter erschweren den Kirchgang in den frühen Morgenstunden be- sonders im Herbst und im Winter. Schon mancher wurde lau oder geriet durch eine ungültige Ehe in Gegensatz zum Glauben der alten Heimat. Es fehlt ein eigener, wenn auch nur bescheidener Versammlungsraum, ausreichend für ca. 250 Besucher, in dem einmal das hl. Opfer und dann aud sonstige kirchliche Zusammenkünfte stattfinden könn- ten. Es fehlt vor allem ein Raum für die Jugendarbeit und den kirchlichen Unterricht. Auch ein kleiner Dienstraum für den von auswärts nach Berne kommenden Geistlichen wäre sehr nützlich, da- mit die Leute den Seelsorger außerhalb der Gottesdienstzeiten persönlich sprehen könnten. Die Kosten für ein solches behelfsmäßiges Seelsorgsheim Berne würden voraussictlih 20000.- DM betragen. Vorhanden ist bis zur Stunde nichts. Willst Du wirklich Gefährdete retten helfen, so sende Deine Gabe an Erzpriester Alfons Scholz, Elsfleth/Weser, Pfarrkämpe Nr. 3 Postscheckkonto: Hannover 117826 oder an die Oldenb. Landesbank, Zweigstelle Elsfleth, Konto 1201 — Kath. Pfarrektorat

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Drucksache Herrn Dr. Benno Ehm Hannover Ellenstr. 4 kath. Pfarrrektorat Elsfleth/Weser Pfarrkämpe Nr. 3 Fernruf Elsfleth 285
Texterkennung Zugeordnet zu Datei b55c461f390d4664b2be5ac637a9673a.jpg Maschinell erzeugt, geprüft tesseract
Lieber Kartellbruder! Hilf enem alten KVer M.B.u.H. Scholz, Erzpriester -Franko-Silesia-Unitas- Herzliche Bitte um Hilfe für die katholische Seelsorgstation Berne/Wesermarsch Lieber Leser! BERNE ist der alte Hauptort des kleinen Landes Stedingen vor den Toren Bremens. Im 13. Jahr- hundert tobte hier der Kampf der Stedinger um ihre Selbständigkeit, in dessen Verlauf sich diese trotzigen Bauern die ganze Nachbarschaft zu Feinden machten. Ein Heer von Kreuzfahrern ver- nichtete schließlich in blutigen Kämpfen das Stedinger Bauernheer. Zum Gedächtnis der Toten erbaute man nach Beendigung des Kampfes in Berne um 1236 eine große, schöne Kirche, die heute noch steht und mit ihrer hohen kupfergedeckten Turmspitze weithin das flache Land an der Weser überschaut. In der Reformation folgten die Einwohner Stedingens dem Beispiel Bremens und trennten sich von der alten Kirche. Das ewige Licht in der Kreuzfahrerkirhe zu Berne erlosch. Erst 1946 wurde zum ersten Male seit der Reformation in der alten Kirche das heilige Meßofer gefeiert. Katholische Ostvertriebene ~ 600 Seelen ~ waren in die Gemeinde Berne gekommen. Sie wohnen dort verstreut über das weitgedehnte 8500 Hektar umfassende Gebiet der Gemeinde Berne unter 7400 Andersgläubigen. Nur in den frühen Stunden des Sonntags dürfen sie die Berner Kirche benutzen, die sonst von der recht großen evangelischen Gemeinde Berne beansprucht werden muß. Weite Wege und sehr schlechtes Wetter erschweren den Kirchgang in den frühen Morgenstunden be- sonders im Herbst und im Winter. Schon mancher wurde lau oder geriet durch eine ungültige Ehe in Gegensatz zum Glauben der alten Heimat. Es fehlt ein eigener, wenn auch nur bescheidener Versammlungsraum, ausreichend für ca. 250 Besucher, in dem einmal das hl. Opfer und dann aud sonstige kirchliche Zusammenkünfte stattfinden könn- ten. Es fehlt vor allem ein Raum für die Jugendarbeit und den kirchlichen Unterricht. Auch ein kleiner Dienstraum für den von auswärts nach Berne kommenden Geistlichen wäre sehr nützlich, da- mit die Leute den Seelsorger außerhalb der Gottesdienstzeiten persönlich sprehen könnten. Die Kosten für ein solches behelfsmäßiges Seelsorgsheim Berne würden voraussictlih 20000.- DM betragen. Vorhanden ist bis zur Stunde nichts. Willst Du wirklich Gefährdete retten helfen, so sende Deine Gabe an Erzpriester Alfons Scholz, Elsfleth/Weser, Pfarrkämpe Nr. 3 Postscheckkonto: Hannover 117826 oder an die Oldenb. Landesbank, Zweigstelle Elsfleth, Konto 1201 — Kath. Pfarrektorat